Hydraulische Geräte

Hydraulische Rettungsgeräte werden überwiegend zur Rettung eingeschlossener oder eingeklemmter Unfallopfer eingesetzt. Die Rettungsgeräte sind so ausgelegt, dass sie von einer Person bedient werden können. Beim Einsatz dieser Geräte liegt ein bedeutender Vorteil darin, dass sie schnell, gut regelbar, geräuscharm und dazu noch erschütterungsfrei angewendet werden können. Sie werden von den Feuerwehren im Wesentlichen für das Durchtrennen, Spreizen oder Auseinanderziehen von Teilen an Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeugen und Flugzeugen benutzt. Sie werden mit dem Ziel eingesetzt, Unfallopfer zu befreien oder einen Arbeitsraum für die medizinischen Rettungsdienste so schnell wie möglich zu schaffen.

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Bildbeschreibung

1. Notstromaggregat 8 kVA
2. Hydraulikaggregat mit etwa 630 bar Druck, Doppelschlauchhaspel mit je 20 m Hydraulickschläuche
3. Kettensatz bestehend aus 2 Zugketten mit Haken
4. Teleskop-Rettungszylinder LTR 12/875, Hubkraft 240 – 35 KN, Kolbenhub 875 mm
5. Spreizer LSP 40 EN, Spreizkraft bis 230 KN, Spreizweg 720 mm, Gewicht 19,6 kg
6. Schneidgerät (Schere) LS 330 EN mit 440 KN Schneidkraft, Maulweite 225 mm, Gewicht 14,6 kg

Der Spreizer dient vornehmlich zum Öffnen von Fahrzeugtüren, zum Wegdrücken von Fahrzeugteilen, zum Hochdrücken von Fahrzeugdächern und zum Anheben von Fahrzeugen usw. In Verbindung mit Zugketten können sie auch zum Wegziehen von Lenksäulen verwendet werden. Mit Spreizern können Fahrzeugteile und Lasten in horizontaler und vertikaler Richtung bewegt werden. Sie können auch zum Quetschen von Rohren und Holmen eingesetzt werden.  

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Schneidgeräte dienen überwiegend zum Schneiden von Karosserieteilen, zum Durchtrennen von Tür- und Dachholmen, Türpfosten und Türschweller und Speichen des Lenkrades usw. Sie können auch zum Schneiden von Seitenaufprallschutzrohre und zum Trennen von Vollmaterial (Baustahl) eingesetzt werden.  

Rettungszylinder werden verwendet zum Hochdrücken von Lenksäulen, Fahrzeugdächern und anderen Hindernissen sowie zum Wegdrücken von Fahrzeugteilen, zum Abstützen, Aussteifen oder Ziehen. Rettungszylinder können als Ergänzung zum Spreizer dort eingesetzt werden, wo der Spreizweg der Spreizarme nicht mehr ausreicht.